Juniorinnen A - Weitere Medaille für die A-Juniorinnen an der Schweizermeisterschaft
27.04.2010
Am Samstagmorgen, 24. April 2010, machten sich die A-Juniorinnen auf den Weg nach Birmenstorf (AG) an die Schweizermeisterschaft 2009/10. Mit ihrem souveränen Gruppensieg in der vergangenen Meisterschaft qualifizierten sie sich für diese Finalrunde.
Die Truppe unter Trainer Josef Hugentobler und Coach Remo Christ bereitete sich gemeinsam auf das erste Spiel vor. Draussen auf dem Sportplatz wärmten sich die Juniorinnen mit diversen Laufübungen auf. Mitgereiste Eltern richteten in der Zwischenzeit das Mittagessen her.
Im ersten Spiel wartete das einheimische Team, UH Baden-Birmenstorf auf die Appenzellerinnen. Diese starteten souverän in die erste Partie und führten nach 15 Minuten mit 3:0. Doch noch vor der Pause mussten innert weniger Sekunden 2 Gegentreffer hingenommen werden, und so konnten die Appenzellerinnen nur noch mit einem 1-Tore-Vorsprung in die Pause gehen. Kurz nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit fiel gar der Ausgleich zum 3:3. Die UHA-Juniorinnen gaben nicht auf, sie kämpften um jeden Ball, und wurden mit dem 4:3 belohnt. Bis zum Schluss fielen auf beiden Seiten nochmals je zwei Tore zum 6:5 und so konnten die Appenzellerinnen ihren ersten knappen Sieg feiern.
In der Mittagspause galt es, sich zu stärken, denn bereits nach einer Pause von nur einer Stunde stand das zweite Spiel gegen UHT Semsales aus der Westschweiz auf dem Programm. Wie im ersten Spiel kam auch in dieser Partie ein schneller 2:0 Vorsprung zu Stande, welcher zugleich auch den Pausenstand bedeutete. Als nach der Pause gar das 3. Tor für die Appenzellerinnen fiel, schien das Spiel gelaufen zu sein. Dies nahmen die Freiburgerinnen nicht einfach so hin, sie drehten mächtig auf und schossen 3 Tore zum Ausgleich. Auf die erneute Führung der Appenzellerinnen vermochten die Westschweizerinnen wieder mit einem Tor zu reagieren. Nach dem 5:4 der UHA-Juniorinnen ersetzten die Spielerinnen aus Semsales ihre Torhüterin durch eine vierte Feldspielerin. Dieser Schachzug gab ihnen Recht, sie vermochten in der letzten Spielminute tatsächlich ein drittes Mal in diesem Spiel auszugleichen. So trennten sich die beiden Mannschaften mit einem 5:5 Unentschieden.
Nach diesem Spiel stand fest, dass sich die Appenzellerinnen als Gruppenzweite für das Halbfinale qualifiziert hatten, und somit den Gruppensieger der anderen Gruppe als Gegner zugeteilt bekamen.
Im Anschluss an die letzten Spiele begab sich das ganze Team zusammen mit dem kleinen Fanclub in das wenig entfernte Hotel, das wohlverdiente Nachtessen wurde in einer Pizzeria in Brugg eingenommen.
Der Gegner im Halbfinale am Sonntagmittag war der UHC Meiersmaad-Schwanden aus dem Berner Oberland. Wie schon am Vortag beobachtet, versuchten die Bernerinnen aus allen Positionen den Ball auch mit gewaltigen Weitschüssen im Tor unterzubringen. Die Bernerinnen waren den Appenzellerinnen körperlich zwar um einiges überlegen, es waren aber die Spielerinnen des UHA, welche den ersten Treffer erzielen konnten. Es entwickelte sich eine hochstehende Partie in der die Bernerinnen den Ausgleich noch in der ersten Halbzeit erzielen konnten.
Für die zweite Halbzeit stand alles offen. Beide Teams versuchten gefährlich vor das gegnerische Tor vorzudringen. Erneut konnten aber die Appenzellerinnen in Führung gehen. Ein Konter der Bernerinnen führte zum 2:2 Ausgleich. Auf den Führungstreffer der Bernerinnen antworteten die A-Juniorinnen aus Appenzell ihrerseits mit dem Ausgleich. Wenige Minuten vor Schluss erzielten die Bernerinnen das 4:3. Das Spiel schien bereits verloren, als 9 Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit doch noch der verdiente Ausgleichstreffer erzielt werden konnte. Es kam zu einer Verlängerung von fünf Minuten, der Einzug ins Finale schien wieder möglich. Leider waren es die Bernerinnen, die in der vierten Minute der Verlängerung den Siegtreffer erzielen konnten. So ging dieses entscheidende Spiel mit 4:5 verloren.
Es war dies die erste Niederlage nach 25 Siegen und einem Unentschieden in Folge. Die letzte Niederlage für die A-Juniorinnen aus Appenzell resultierte aus einem Meisterschaftsspiel vom 18. Januar 2009.
Nach dieser Enttäuschung galt es für den Trainer in der kurzen Zeit bis zum kleinen Finale die Juniorinnen wieder aufzubauen und zu motivieren. Mit dem klaren Ziel vor Augen, noch die Bronzemedaille zu gewinnen, starteten die Appenzellerinnen ins letzte Spiel.
Wie am Samstag in der Vorrunde traf das Team aus Appenzell wieder auf den Gegner aus Semsales. Diesmal gerieten aber die Appenzellerinnen bereits nach wenigen Sekunden in Rückstand. Anschliessend war das Spiel bis zum 3:3 wieder sehr ausgeglichen, dann vermochten die Freiburgerinnen erstmals ein 2-Tore Vorsprung auf 5:3 herzustellen. Die Appenzellerinnen gaben nochmals alles, sie konnten zwei weitere Tore erzielen, währenddem den Freiburgerinnen ein weiteres Tor gelang. Die letzten Spielminuten der Partie gehörten klar dem UHA-Team. Mit zwei weiteren Toren konnten sie dieses Spiel um die Bronzemedaille noch drehen und verdient mit 7:6 gewinnen.
Nach einer kleinen Feier wurde die Heimreise in die Ostschweiz angetreten, dies mit dem obligaten Zwischenhalt bei einem MC Donalds.
Dank einer kompakten Mannschaftsleistung reichte es ein Jahr nach dem Gewinn des Schweizermeistertitels mit der Bronzemedaille erneut zu einer Auszeichnung an nationalen Meisterschaften. Dies darf sicher als grosser Erfolg für die Mannschaft, sowie den ganzen Unihockeyclub Appenzell bezeichnet werden.
Für den UHA spielten: Josef Hugentobler (Trainer), Remo Christ (Coach), Gabriela Graf (Torhüterin), Nicole Fässler, Sarah Fuster, Aline Manser, Tamara Schenk, Ramona Streule (C), Corina Zwingli