Appenzell liefert Berner Oberland ein Cup-Spektakel

  • Damen 2
  • 27.10.2025
  • Ramona Fässler
  • 509
 
Die Damen 1. Liga KF zeigten im Ligacup-Achtelfinal gegen den favorisierten UH Berner Oberland eine starke Leistung und führten zur Spielhälfte verdient. Trotz grossem Einsatz und einem spektakulären Schlagabtausch mussten sich die Innerrhoderinnen am Ende mit 13:11 geschlagen geben.

Die Damen 1. Liga KF lieferten sich am Sonntag in Bern im Ligacup-1/8-Final gegen den favorisierten UH Berner Oberland ein spektakuläres Torfestival. Trotz eines Traumstarts und einer fulminanten ersten Spielhälfte mussten sich die Appenzellerinnen letztlich mit 13:11 geschlagen geben und scheiden damit aus dem Ligacup aus.

Blitzstart der Appenzellerinnen
Appenzell erwischte den amtierenden Vize-Cupsieger kalt: Bereits nach gut fünf Minuten führten die Gäste sensationell mit 0:3. Mit schnellen Angriffen und konsequenten Abschlüssen überraschten sie die Bernerinnen ein ums andere Mal. Zwar verkürzte BEO auf 1:3, doch die Appenzellerinnen konterten umgehend und stellten auf 1:4. In einem wilden Startdrittel mit zehn Treffern behaupteten sich die Gäste schliesslich mit einer 4:6-Führung nach 20 Minuten. „Wir wollten mutig auftreten und unser Spiel durchziehen – das ist uns zu Beginn perfekt gelungen“, erklärte Stürmerin Svenja Manser.

Wendepunkt im zweiten Drittel
Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts zeigte sich Appenzell treffsicher und erhöhte auf 4:7. Doch danach drehte das Spiel: Die Gastgeberinnen fanden ihren Rhythmus, spielten clever und nutzten kleine Nachlässigkeiten in der Appenzeller-Defensive konsequent aus. Mit sechs Toren in Serie wendete BEO die Partie – aus einem 5:8-Rückstand wurde bis zur 39. Minute ein 10:8-Vorsprung. Appenzell kämpfte. „Wir haben in dieser Phase zu viele Fehler gemacht und Berner Oberland damit die Wende ermöglicht“, meinte Spielertrainerin Nicole Fässler nach der Partie. „Solche Nachlässigkeiten werden auf diesem Niveau sofort bestraft.“

Hart umkämpftes Schlussdrittel
Im letzten Drittel blieb die Partie offen, doch BEO verwaltete den Vorsprung clever. Nach dem 11:8 schien die Entscheidung gefallen, doch Appenzell gab nicht auf. Zwei Tore brachten die Innerrhoderinnen nochmals auf 12:10 und später 13:11 heran. Trotz eines späten Timeouts und grossem Kampfgeist reichte es nicht mehr zur Wende. „Wir haben gekämpft.“, so Bestplayerin Nicole Fässler. „Am Ende hat wohl die Routine der Bernerinnen den Unterschied gemacht.“

Niederlage mit erhobenem Haupt
Der Tabellenführer der Gruppe Ost aus Appenzell zeigte gegen den West-Leader aus Bern eine starke Leistung und verlangte dem letztjährigen Finalisten alles ab. Am Ende entschieden die grössere Erfahrung und Cleverness der Bernerinnen die Partie. Trotz dem Ausscheiden darf Appenzell auf eine erfolgreiche Cup-Saison zurückblicken – und auf eine Leistung, auf der in der Meisterschaft aufgebaut werden kann.


Unihockey Berner Oberland III - UH Appenzell II 13:11 (4:6, 6:2, 3:3)
RAIFFEISEN Arena Gürbetal, Seftigen. 65 Zuschauer. SR Senteler.
Tore: 3. C. Mösli (G. Lutz) 0:1. 3. N. Fässler 0:2. 6. S. Fuster 0:3. 9. A. Sempach (M. Aeschlimann) 1:3. 9. D. Lieberherr-Huber (N. Fässler) 1:4. 9. A. Balmer (M. Egli) 2:4. 12. D. Lieberherr-Huber (N. Fässler) 2:5. 14. U. Baumann (M. Egli) 3:5. 20. D. Lieberherr-Huber (N. Fässler) 3:6. 20. M. Egli 4:6. 26. D. Lieberherr-Huber (N. Fässler) 4:7. 27. M. Egli 5:7. 29. S. Fuster 5:8. 30. A. Sempach 6:8. 31. A. Balmer (U. Baumann) 7:8. 34. R. Seiler 8:8. 39. E. Piotrowska (R. Seiler) 9:8. 40. M. Egli (A. Balmer) 10:8. 45. C. Bleuer (E. Piotrowska) 11:8. 46. C. Mösli (G. Lutz) 11:9. 47. A. Balmer (M. Egli) 12:9. 48. S. Manser (N. Fässler) 12:10. 50. C. Bleuer (R. Seiler) 13:10. 57. C. Mösli (N. Fässler) 13:11.
Strafen: keine Strafen. keine Strafen.

 

Für den UH Appenzell spielten: 
Sandra Brülisauer, Nicole Fässler, Ramona Fässler, Lea Fuster, Sarah Fuster, Daniela Lieberherr, Gabriela Lutz, Svenja Manser, Corina Mösli, Nathalie Müller, Sabrina Schmid
betreut durch: Nicole Fässler, Ramona Fässler, Corina Mösli
abwesend:  Esther Diem, Andrea Fuhrmann, Sabrina Fuster, Jasmin Manser, Marianne Meier