Saisonbericht Herren 3

  • Herren 3
  • 31.03.2026
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Die Herren 3 starteten diese Saison als neu zusammengewürfelte Truppe und dürfen zum Saisonende über den Aufstieg in die 4.Liga KF jubeln.

„Neu gegründet, halb organisiert, trotzdem aufgestiegen“

Die Herren 3 des UH Appenzell starteten diese Saison als neu zusammengewürfelte Truppe mit einem klaren Ziel: irgendwie Unihockey spielen, möglichst nicht untergehen – und wenn’s gut läuft, vielleicht ein paar Spiele gewinnen.

Spoiler: Es lief besser als erwartet. Deutlich besser. Fast schon verdächtig gut.

 

Der Saisonstart: Überraschung – auch für uns selbst

Im ersten Spiel gegen Disentis (13:6) merkten wir relativ schnell:
„Hoppla, wir können ja viele Tore schiessen.“

Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten:
Wir können manchmal auch viele Tore erhalten.

 

Trainingsbetrieb: Flexibel ist untertrieben

Ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs war übrigens unsere Trainingspräsenz – oder besser gesagt deren Unberechenbarkeit.

Da wir selten genügend Spieler für ein vollständiges Training zusammenbrachten, fand gefühlt maximal jedes zweite Training tatsächlich statt.
Der Rest wurde entweder spontan abgesagt oder durch Mario kreativ umgestaltet.

Im Nachhinein lässt sich sagen:
Frische Beine schlagen eingespielte Systeme. Oder zumindest klingt das besser, als „wir waren einfach selten im Training“.

 

Die Saison: Offensive Hui, Defensive… auch dabei

Der Spielstil war schnell definiert:
Hinten schauen wir dann später, vorne kontern oder einfach schiessen.

Das führte zu Resultaten wie:

  • 15:1 gegen Churwalden (einseitig)
  • 22:2 gegen Valendas II (sehr einseitig)
  • 11:9 gegen Rieden (unterhaltsam, aber nichts für schwache Nerven)
  • 13:8 gegen die Barracudas (solide Offensive, flexible Defensive)

Und natürlich gab es auch die beiden Spiele gegen Flims Trin, wo wir kurzzeitig herausfinden wollten, wie es sich anfühlt, weniger Tore zu schiessen als der Gegner. War okay – aber nicht unser Ding.

 

Die Mannschaft: Charakterköpfe statt Hochleistungssportler

Dieses Team lebte nicht nur von seinen Toren, sondern vor allem von seinen Geschichten:

  • Marco Mösli – Captain, Spielertrainer, Dauerpatient. Offiziell langsam, inoffiziell einfach effizient. Wird Topskorer, ohne dass es jemand so richtig merkt.
  • Mario Fässler – Spielertrainer. Laufwunder der Liga. Lief so viel, dass man ihn zwischendurch auf anderen Feldern vermutete. Hat vermutlich mehr Kilometer als Punkte gesammelt – und das will als Vize-Topskorer etwas heissen.
  • Reto Steingruber – Motto: „Warum passen, wenn man auch schiessen kann?“ Funktioniert erstaunlich oft. Ausser mit neuem Stock.
  • Alain Köppel – einer der produktivsten Spieler im Team. Wenn er in Form ist (und das war er oft), wird’s für die Gegner ungemütlich. Kurze Schwächephase inklusive, aber insgesamt mehr als solide – und gegen Schluss wieder richtig aufgedreht.
  • Marco Solenthaler – vom Grossfeld-Star zum Kleinfeld-Schüler. Kulturschock überlebt, Assists verteilt wie früher.
  • Jonas Gujer – brachte Erfahrung ins Team. Muss sich nächste Saison überlegen, ob er seine alten Kollegen wirklich abschiessen will.
  • Pascal Heeb – schnell, lästig, torgefährlich – eine Kombination, die Verteidiger regelmässig zur Verzweiflung brachte. Lief gefühlt einen Marathon pro Spiel und sammelte dabei ganz nebenbei fleissig Punkte.
  • Yannik Fuster – halbe Saison Vollgas, dann international unterwegs. Klassischer Fall von „Akku leer, bitte laden“.
  • Aurel Corti – bewies, dass Ausgang und Sport zumindest statistisch kombinierbar sind.
  • Pascal Fritsche – ohne Sporttasche, aber mit Stil. Gewann das epische Skorerduell gegen den eigenen Goalie.
  • Pascal Gmünder – zeigte kurz sein Können, dann meldete sich der Rücken ab. Vermutlich taktisch.
  • Michael Inauen – zu gut für diese Liga. Lässt absichtlich Tore zu, um keine Runde bezahlen zu müssen.
  • Cédric Sutter – ein Spiel, ein Derby, ein Auftritt. Karrierequote: 100% grosse Spiele.

 

Warum sind wir aufgestiegen? Mögliche Gründe:

  • Zu viele Spieler, die lieber schiessen als verteidigen
  • Ein Goalie, der uns trotz allem im Spiel hält
  • Kaum Trainings, also keine Zeit für schlechte Gewohnheiten